Langener Masters nahmen an FINA Masters Weltmeisterschaft in Budapest teil

 

#openwater

Bereits am 11.8.2017 begann in Balantonfüred ca. 120km von Budapest entfernt im Plattensee die Freiwasser Wettkämpfe der Masters. Für Anke Rubien von TV Langen eine sehr große Herausforderung zumal es ihr Einstand in der Openwater-Welt sein sollte. Am ersten Wettkampftag zeigte sich der Plattensee von seiner besten Seite – ruhige See und Temperaturen von 27°C Luft und 25°C Wasser waren ausgezeichnete Bedingungen und von der Tribüne aus bewunderten zahlreiche Zuschauer die hervorragenden Leistungen der AK 60-85.

Tja – und dann war alles ganz anders: stürmischer Wind ließ das Freiwasser Schwimmen an Tag 2 zum richtigen Abenteuer werden. Die Wellen überrollten die Aktiven auf der ersten langen Teilstrecke von vorne. Aufgrund des hohen Wellengangs waren die Orientierungsbojen nur schwer zu erkennen. Nach sehr langen 1200m war die erste Wendeboje erreicht. Auf der zweiten Teilstrecke von 600m kamen die Wellen von hinten rechts, was für ein wenig „Erholung“ sorgte. Nun musste ein anderer Rhythmus gefunden werden, der sich nach Möglichkeit optimal an die neuen Bedingungen anpasste. Die zweite Wendeboje brachte die Aktiven auf den Rückweg.

Nun rollten die Wellen von hinten links über die Aktiven hinweg. Bei langen Wellen wurde ein Jeder gut nach vorn geschoben, sofern er sich auf das Spiel der Wellen einließ. Dies natürlich nur für geübte Freiwasserschwimmen – für Anke ein richtiger Kraftakt – erst nach Passieren der 3. Wendeboje war ein Schwimmen auf der sogenannten Ideallinie möglich. Als dann die Tribünen in Sichtweite kamen hieß es „Endspurt“ auf den letzten 250m und als finisher nach 3km endlich anschlagen. Ziel erreicht und mit 1:19,41min auf Platz 48 in der AK50 gelandet konnte Anke sehr zufrieden sein – leider haben viele Teilnehmerinnen bei den Wetterbedingungen abbrechen müssen.

 

 

 

#diving

Ihre aufregende Wettkampfwoche krönte Yvonne Kempson mit dem Sieg der Bronzemedaille im Turmwettkampf. Schon früh um 7 Uhr begann am 5. Tag der WM das Training. Die Frühaufsteher der deutschen Wasserspringer Mannschaft bereiteten sich für das Turmspringen, die Königsdisziplin der Wasserspringer vor. In der Altersklasse 50 starteten neben Yvonne Kempson 8 weitere Springerinnen aus Kanada, Großbritannien, Schweden und USA. Trotz oder auch gerade wegen ihrer langjährigen Springer-Freundschaft mit der Britin Katie Bell kämpfte Yvonne in den 5 Runden um jeden Punkt – lag nach einem ausgezeichnetem Auerbach Kopfsprung gehechtet zwischenzeitlich sogar auf Platz 2 – und konnte sich am Ende über die Bronzemedaille hinter ROZHKOVA Elena Rozhkova, Kanada und Katie Bell GB sehr freuen.

 

Im weiteren Verlauf der Wettkampfwoche erreichte Yvonne vom 3m Brett noch einen hervorragenden 6.Platz – Stimmung und Teamgeister der deutschen Mannschaft trugen dazu bei, dass sogar Wettkampf Neulinge der DSV Springer auf dem Treppchen standen. Denn auch die Sprunganlage war ein Traum und die Veranstaltung war super organisiert. Für die Athleten gab es einen Vorbereitungsraum mit Liveübertragung des Wettkampfes auf Bildschirmen.  Alle Wettkämpfe wurden im Internet auf der Fina Homepage übertragen. So konnten die Familienmitglieder und Freunde live zu Hause die Wettkämpfe mitverfolgen. So etwas gab es vorher noch nie. Ein großes Dankeschön gilt allen Volunteers dieser Weltmeisterschaft. Mike Kempson hat als Kampfrichter für den TV Langen gewertet und die deutschen Springer und Springerinnen des DSV Teams am Beckenrand als Trainer betreut. Zurecht stolz kann der DSV über Platz 2 in der Gesamtwertung der Medaillenbilanz der deutschen Springer sein.

 
#swimming

Die Pool-Wettkämpfe der Masters begannen nach einer imposanten Eröffnungsfeier dann am Montag, den 14.08.17. Vom TV1862 Langen startete Sabine Vachenauer auf allen 4 Sprint-Strecken und hatte sich hoch motiviert viel vorgenommen. Alle Schwimmer mussten sich im Vorfeld genau anschauen in welchem Wettkampf-Pool ihre Strecken ausgetragen wurden. Dank der Akkreditierung war das Fahren zwischen den Wettkampfstätten mit den öffentlichen Bussen und Bahnen frei – dies war sehr vorteilhaft denn die DUNA Pool Arena und die Hajos Pools waren ca 3km auseinander. Nach kurzer Akklimatisation und Einschwimmen im Duna Pool hatte Sabine am Mittwoch ihren ersten Start über 50m Delfin – herausragende Bedingungen und guter Start ließen zunächst auf eine schnelle Zeit auf ihrer Lieblingsstrecke erhoffen – als sich nach 25m dann plötzlich Wadenkrämpfe einstellten konnte Sabine Dank ihrer guten Armarbeit mit einer passablen Zeit ins Ziel kommen. Am Donnerstag dann Start über 50m Freistil im wunderschönen Hajos-Bad auf der Margareten Insel. Angespornt von der Konkurrenz auf der Nebenbahn zog Sabine trotz schwacher Beinarbeit die 50m Kraul durch und schlug bei 0:36, 17min an. Dies bedeutete in einem großen Starterfeld der AK 45 einen ausgezeichneten 77.Platz. Etwas Sightseeing in Budapest diente dann  zur Regeneration vor dem letzten Wettkampftag an dem Sabine 2 Starts im DUNA Pool vor sich hatte. Schon früh morgens kündigte sich ein hektischer Tag an: Regen, Verkehrschaos und dann lange Warterei auf den letzten Wettkampf machten Sabine nervös. Die 50m Rücken liefen nicht so wie erhofft -nun wollte sie auf 50m Brust nochmal alles geben – und ihre Abflugzeit rückte immer näher. Letztendlich zahlte sich das harte Training aus und nach 0:46,51min schlug Sabine mit neuer Bestzeit an und freute sich über den 50. Platz. Mit Hilfe eines bereitgestellten FINA-Autos hat sie dann ihren Flug nach einer anstrengende Wettkampfwoche glücklich und zufrieden erreicht.

 

 

 

Wir gratulieren allen Masters Schwimmerinnen des TV Langen für Ihre bewundernswerten Ergebnisse.

 

 

 

 

Kategorie: TVL Nachrichten